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Alltag mit Diabetes

Ilka und ihr Diabetes Toolkit

21.11.2016 von Ilka Gdanietz

Ilka und ihr Diabetes Toolkit

Sich mit anderen Diabetikern auszutauschen ist eine großartige Sache, denn wir, die täglich mit dem Diabetes-Monster kämpfen, können viel voneinander lernen. Manchmal eröffnen einem die Erfahrungen und Denkweisen anderer Diabetiker völlig neue Perspektiven.

Dies im Hinterkopf, haben wir uns gedacht, wir lassen jeden unserer mySugr Monster über sein persönliches Diabetes Toolkit sprechen und warum er gerade diese und jenes tut oder benutzt. Nachdem Marlis und Lukas schon berichtet haben, bin ich heute selbst an der Reihe.

Wann hast du Diabetes bekommen?

Mit 10 Jahren. Das war im Sommer 1990 direkt nach dem Italien-Urlaub. Braungebrannt und völlig erledigt ins Krankenhaus. Ich kann mich da noch ziemlich gut dran erinnern. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich fast froh Diabetes schon als Kind bekommen zu haben. Ich stelle mir das viel einfacher vor als im Erwachsenenalter. Auch wenn die Diabetes-Therapie damals noch total anders war. Blutzuckermessgeräte groß wie Ziegelsteine, Stechhilfen die als Waffe hätten durchgehen können, feste Essenspläne, gruselige Diät Süßigkeiten...

Was ist deine Geheimwaffe bei Unterzuckerungen?

Nutella! Ja ja, ich weiss. Nicht ideal, weil viel zu viel Fett usw. Aber das ist alles Theorie. Jeder Körper reagiert eben immer etwas anders. 1-2 Teelöffel Nutella und meine Hypo ist “gegessen”. Woran das auch immer liegt, aber Nutella wirkt bei mir viel schneller als zum Beispiel Traubenzucker, den ich eh nicht sonderlich mag. Nachteil: ein Frühstücksbrötchen mit Nutella muss ich schon ganz genau berechnen, bzw. einplanen. Natürlich schleppe ich nicht immer ein Glas Nutella mit mir herum. Gummibären erfüllen auch ihren Zweck bei einer Hypo. Da muss ich mich bloß immer bremsen, dass ich nicht zu viel futter. Da sind schnell mal 3 oder 4 BE im Mund. Gut berechnen lassen sich übrigens Jelly Beans. Im Schnitt haben die 1g Kohlenhydrate pro Stück.
Nutella mit dem Löffel essen

Welches Blutzuckermessgerät benutzt du und warum?

Ich wechsel immer mal wieder zwischen 2 Geräten. In einer Phase benutze ich das Bayer Contour Next Link lieber. Weil es mit meiner Insulinpumpe kommuniziert. Das ist dann für den Bolusrechner ganz hilfreich, oder eben um den CGM Sensor schnell zu kalibrieren weil ja alles automatisch an die Pumpe gesendet wird. Mein zweites Lieblings-Messgerät ist das Accu-Chek Aviva Connect. Weil es die Daten sofort rüber in die mySugr App schiebt. Manchmal bin ich eben auch etwas faul selber zu loggen, und so habe ich ohne etwas zu tun meine Blutzuckerwerte in der App. Einfacher geht es eigentlich nicht.

Welche Diabetes-Therapie verwendest du und warum?

Ich habe eine Insulinpumpe. Mittlerweile schon seit 16 Jahren trage ich meine externe Bauchspeicheldrüse in der Hosentasche mit mir herum. Damals habe ich mit den H-Tron angefangen, heute trage ich die Minimed 640G. Meine Diabetes-Therapie ohne Pumpe kann ich mir eigentlich kaum noch vorstellen. Ich bin damals von der intensivierten konventionellen Insulintherapie (ICT) auf die Pumpentherapie (ICTII) gewechselt, weil ich meine Nüchternwerte einfach nicht in den Griff bekommen habe. Klassisches Dawn-Phänomen eben. Welche weiteren Freiheiten mir die Pumpe im Alltag bietet, hatte ich damals gar nicht geahnt. Ich bin zum Beispiel viel flexibler was Sport betrifft, kann die Basalrate entsprechend einstellen und stundengenau justieren oder die Insulinzufuhr sogar komplett stoppen. Das ist mit einem Pen einfach nicht möglich. Außerdem bin ich schwer begeistert vom Smartguard der 640G. Sie unterbricht die Insulinzufuhr noch bevor man in eine Hypo kommt. Meine Hypos haben sich mit dieser Pumpe stark minimiert. Ich hatte bereits ausführlich drüber berichtet.

Welche wichtigen Dinge gibt es noch in deinem Diabetes Toolkit?

Eigentlich mag ich es nicht, so viel mit mir herum zu schleppen. Ein paar Sachen hab ich aber immer dabei.
  • Mess-Utensilien (eh klar)
  • Ersatz Batterie
  • Daily Dose
  • Pen
  • irgendwas gegen Hypos
Diabetes Utensilien
Ich nutze übrigens nie die häßlichen Taschen die für Messgerät und Co. von den Firmen mitgeliefert werden. Die erinnern immer an fiese Herrenhandtaschen. Ich mag es bunt und mache mir auch gern den Diabetes-Alltag etwas bunter. Daher wechsele ich relativ oft die Aufbewahrungsmöglichkeiten. Soll ja keine Langeweile aufkommen. Wenn ich etwas länger unterwegs bin, oder ich weiss, dass ich nicht schnell genug nach Haus könnte, habe ich zusätzlich eine kleine Tasche dabei, in der ich im Prinzip noch einmal alles als Ersatz dabei habe.
  • Insulin
  • Ersatz-Katheter
  • Leer-Ampulle
  • Ersatz-Blutzuckermessgerät
  • Teststreifen
  • Traubenzucker
  • Kanülen
  • Daily Dose
  • Batterie
Tasche mit Diabetes Utensilien

Ilka Gdanietz

Langzeit-Diabetikerin und Nutella-Freund. Ilka ist bei mySugr für Global Content & Customer Communication zuständig und privat unter www.mein-diabetes-blog.com zu lesen. 

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