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Produkte und Services

Hilft die mySugr App wirklich?

15.2.2017 von Fredrik Debong

Hilft die mySugr App wirklich?

Nach mehreren Jahren in den App Stores hat mySugr mittlerweile über 2 Millionen registrierte Nutzer. Während dieser Zeit haben wir viele schöne und rührende Geschichten gehört, z.B. darüber wie unsere mySugr App mit einer kleinen angemessen Portion Humor den Therapie-Alltag auflockert, vereinfacht und unterstützt

Und noch immer ist es aufregend und wunderbar zugleich, Teil dieser Reise zu sein. Sowohl mit all den Kollegen hier im mySugr HQ in Wien, als auch mit all den Leuten, mit denen wir über die Jahre persönlich gesprochen haben – und das waren fast 50.000 von euch!

Aber in der Welt von Wissenschaft und Forschung ist diese Art von Feedback mehr oder weniger nur eine Sammlung kleiner “Anekdoten”. Um einem wissenschaftlichen Publikum eine Geschichte zu erzählen, verlangt es manchmal einen anderen Ansatz.

Der Effekt regelmäßiger Dokumentation der Diabetes Daten

Und auf dem ATTD Kongress im Februar 2017 in Paris, haben wir unsere mySugr Geschichte endlich von der wissenschaftlichen Seite erzählt. Wir haben den Effekt von regelmäßiger Dokumentation in einer retrospektiven Beobachtungsstudie analysiert.

Dafür wurden anonymisierte Daten von 440 aktiven Nutzern mit einem bei der Registrierung geschätzten HbA1c (1) von über 8% beobachtet. Mit dem Ergebnis: mySugr scheint zu helfen

Stärker kann man es nicht ausdrücken, da es dieser Art von Studie nicht wirklich zulässt. Nach nur einem Monat konnten wir beobachten, dass der geschätzte HabA1c (eA1c) dieser Gruppe von durchschnittlich 9% auf 7,8% fiel. Nach 6 Monaten lag der geschätzte HbA1c bei 7,7%.

Und dies allein dadurch, dass die Diabetes Daten dokumentiert wurden! Also nicht durch die Verwendung von einem Bolusrechner, Diabetes Coaching, synchronisierte Blutzuckermessgeräte oder Insulinpumpen. Nichts außer reiner Dokumentation.

Infographic for mySugr's 2017 ATTD poster presentation

mySugr kann helfen den HbA1c zu optimieren

Um jedes Prozent, die der HbA1c gesenkt wird, verringert sich auch das Risiko von gesundheitlichen Komplikationen für uns Menschen mit Diabetes. Es ist bekannt, dass eine HbA1c Senkung um “nur” 1% das Risiko von Diabetes als Todesursache um 21% senkt, das Herzinfarktrisiko um 14%, periphere Gefäßerkrankungen um 43% und mikrovaskuläre Erkrankungen um 37% (2).

Eine HbA1c Senkung um 1,3% ist also schon ordentlich! Zudem haben wir auch einen Blick auf die kurzzeitigen Effekte geworfen: der “High Blood Glucose Index” (HBGI) (3, 4, 5) 

Der HBGI ist ein Index der Auskunft darüber gibt, wie hoch das Risiko für eine schwere Hyperglykämie ist. Zur Ermittlung werden Häufigkeit und Schwere von hohen Blutzuckerwerten herangezogen.

Außerdem gibt es einen zweiten Wert, den LBGI (“Low Blood Glucose Index”). Befindet man sich für diesen Wert in einer hohen Risikogruppe (über 5), besteht eine 4x höhere Wahrscheinlichkeit in den nächsten Monaten eine schwere Unterzuckerung zu bekommen. Diesen Wert zu senken hat also einen sinnvollen Kurzzeit-Effekt.

Die Nutzung der mySugr App scheint besonders den Leuten zu helfen, bei denen die Therapie nicht immer ganz so gut läuft. 

                                                                                       Und was ist mit den anderen?

Auch darüber können wir etwas sagen. Denn auch bei Menschen mit Diabetes mit einem niedrigeren HbA1c scheint scheinen von mySugr zu profitieren. Auf einer Konferenz in Bethesda, Maryland, präsentierte Marcus Hompesch, CEO von ProSciento, den potentiellen Effekt von mySugr bei Leuten mit guter Blutzuckereinstellung.

Das Ergebnis: bessere Blutzuckerwerte und ein verbesserter geschätzter HbA1c (6).

Auch wenn das Tätowieren unseres Logos auf den Arm schon ein ziemlich grandioser Liebesbeweis ist, sind wir nicht umso weniger stolz, dass die Verwendung von mySugr einen positiven und signifikanten Effekt auf das Diabetes Management haben kann. 

 

Quellen und Referenzen

  1. Kahn R, Fonseca V. Translating the A1C assay. Diabetes Care. 2008;31(8):1704-1707. doi:10.2337/dc08-0878.
  2. Stratton IM, Adler AI, Neil HA, et al. Association of glycaemia with macrovascular and microvascular complications of type 2 diabetes (UKPDS 35): prospective observational study. BMJ. 2000;321(7258):405-412.
  3. Kovatchev BP, Cox DJ, Gonder-Frederick LA, Young-Hyman D, Schlundt D, Clarke W. Assessment of risk for severe hypoglycemia among adults with IDDM: Validation of the low blood glucose index. Diabetes Care. 1998;21(11):1870-1875. doi:10.2337/diacare.21.11.1870.
  4. Kovatchev BP, Cox DJ, Gonder-Frederick LA, Clarke W. Symmetrization of the Blood Glucose Measurement Scale and Its Applications. Diabetes Care. 1997;20(11):1655-1658. doi:10.2337/diacare.20.11.1655.
  5. Kovatchev BP, Straume M, Cox DJ, Farhy LS. Risk Analysis of Blood Glucose Data: A Quantitative Approach to Optimizing the Control of Insulin Dependent Diabetes. Comput Math Methods Med. 2000;3(1):1-10. doi:10.1080/10273660008833060.
  6. Hompesch M, Hergesheimer L, Kalcher K, Boubela R, Debong F. Retrospective analysis of Impact on SMBG and Glycemic Control of Mobile Health (mHealth)-Application for Diabetes Management [Abstract, Poster]. 16th Diabetes Technology Meeting; 2016 Nov 10-12; Bethesda, Maryland.*
  7. Hompesch M, Kalcher K, Debong F. Significant Improvement of Blood Glucose Control in a High Risk Population of Type 1 Diabetes Using a Mobile Health App – A Retrospective Observational Study [Abstract, Poster]. 10th International Conference on Advanced Technologies & Treatments for Diabetes; 2017 Feb 15-18; Paris, France.**

*) Being published in JDST during 2017 **) Being published in DTT during 2017

Fredrik Debong

Co-Founder und Typ-1 Diabetiker seit dem zarten Alter von 4 Jahren. Schwede. Ein wenig verrückt.

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