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Alltag mit Diabetes

Lukas und sein Diabetes Toolkit

28.7.2015 von Anne Kainz

Lukas und sein Diabetes Toolkit

Sich mit anderen Diabetikern auszutauschen ist eine großartige Sache, denn wir, die täglich mit dem Diabetes-Monster kämpfen, können viel voneinander lernen. Manchmal eröffnen einem die Erfahrungen und Denkweisen anderer Monster-Zähmer völlig neue Perspektiven. Dies im Hinterkopf, haben wir uns gedacht, wir lassen jeden unserer mySugr Monster über sein persönliches Diabetes Toolkit sprechen und warum er gerade diese und jenes tut oder benutzt. Diesmal berichtet Lukas, einer unserer großartigen iOS-Entwickler, von seinem ganz besonderen Toolkit.

Lukas, wann hast du Diabetes bekommen?

Meine Diagnose bekam ich relativ spät, ich war ungefähr 17 oder 18 Jahre alt. Alles begann als, ich plötzlich anfing 7 oder 9 Flaschen Wasser oder Saft zum Frühstück zu trinken. Ich wusste eindeutig, dass etwas nicht mit mir stimmte, aber ich hatte einfach zu viel Angst zum Arzt zu gehen. Solang mir keiner sagte, was genau bei mir falsch lief, hatte ich auch keinen Grund mir weiter Sorgen zu machen, nicht wahr? Eines Tages jedoch musste ich mich überwinden und ging ins Krankenhaus. Hier erhielt ich die Diagnose Diabetes Typ-1. Es war sehr schwer für mich, mich nicht dafür zu schämen und ich machte mir Vorwürfe. Ich brauchte einiges an Zeit bis ich realisierte: Diabetes ist nicht meine Schuld!
Lukas at his desk smiling at the camera

Welche Blutzuckermessgeräte benutzt du und warum?

Erst kürzlich bin ich von Pen auf Pumpe umgestiegen. Seit circa zwei Monaten benutze ich nun den OmniPod und das dazugehörige Blutzuckermessgerät, welches ja in der “Fernbedienung” dem PDM ist. Das finde ich super praktisch, denn so brauche ich nicht noch ein zusätzliches Gerät. Wenn es nach mir ginge, könnte der Omnipod ruhig etwas kleiner sein! Die Größe nehme ich aber in Kauf, denn ich hasse nichts mehr, als viel Zeug mit mir herumzuschleppen. Ich hoffe auch, dass sich zu meinem OmniPod in meinem Toolkit auch bald der Dexcom CGM gesellen wird. Ich habe bei der Versicherung einen Antrag für die Kostenübernahme des CGM’s gestellt und warte noch auf eine Antwort. Drückt mir die Daumen!

Welche Therapie verwendest du und warum?

Der Grund warum ich von Pen auf Pumpe umgestiegen bin, ist dass ich mich eigentlich immer noch vor jeder Insulin-Injektion fürchte. Mit der Pumpe traf ich definitiv die richtige Entscheidung. Es ist viel einfacher für mich geworden: Ich wechsle nun nur mehr nach einigen Tagen meinen Pod. Das ist nur ein einziger kleiner Stich und ich muss mich nicht länger täglich mit dem Spritzen plagen. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich die Einstellung und Anpassung der Pumpe einiges an Zeit und Nerven kosteten. Seit ich meine Pumpe gezähmt habe bin ich aber sehr zufrieden damit.

Was ist deine Geheimwaffe gegen Unterzucker?

Wenn ich in den Unterzucker rutsche greife ich meistens auf einen Klassiker zurück: Traubenzucker. Meistens habe ich Dextro Energy dafür dabei. Allerdings UNBEDINGT mit Geschmack! Meine Lieblingssorten sind Erdbeer oder Zitrone. Viele andere Diabadassses & Monsterzähmer können einfach nicht glauben, dass ich den Traubenzucker wirklich gerne esse, aber die Wahrheit ist eher, dass ich mich selbst zurückhalten muss um nicht auch ohne Hypo gleich die ganze Packung zu verputzen. Ich könnte ihn wirklich ständig essen.  Es gibt wirklich nur eine einzige Situation wo selbst mir der Traubenzucker zuwider ist: Der Geschmack im Mund nach einer Hyper-Nacht mit Traubenzucker ist einfach nur ekelhaft…. Da bevorzuge ich eindeutig Saft oder Cola (auch wenn mich das Cola danach wieder vom schlafen abhält).

Welche Dinge gibt es noch in deinem Diabetes Toolkit?

A cool urban carryall bag with some diabetes supplies around it
Da gibt es noch ein wahnsinnig wichtiges Ding : meine heilige Tasche *tadaaaaaa* (wenn du Lukas’ Gesichtsausdruck nun sehen könntest, würdest du im Hintergrund Engelstimmen das Halleluja jubeln hören, während er davon spricht ). Diese Tasche kam mir vor einigen Jahren unter, als ich mit einem Studienkollegen in einem wirklich coolen urban-store in Wien herumstöberte. Ich war schon unglaublich genervt, dass ich immer wie ein Packesel durch die Stadt laufen musste, weil mein Diabetes-Zeugs fast einen eigenen Rucksack füllte, den ich zusätzlich zu meinem Laptop-Rucksack herumschleppen musste. Es fühlte sich an, als ob mir jemand Ketten angelegt hätte. Und dann sah ich diese Tasche! Sie war genau was ich brauchte. Sie ist ausreichend groß um meine Pumpe, Traubenzucker, Reserve-Insulin, Reserve-Pen, Reserve-Nadeln und Reserve Test Streifen unterzubringen. Und falls sich mein Tool-Kit mal erweiteren sollte, ist sogar noch etwas Platz frei. Ich weiß, das klingt nach etwas viel Zeug, aber ich bin gerne auf alles vorbereitet. Die Tasche gibt mir einfach sehr viel mehr Freiheit: ich kann sie umschnallen wenn ich Motorrad fahre, oder wenn ich Laufen gehe. Sie ist auch wasserfest, also ist Regen und schlechtes Wetter ebenfalls kein Problem.. Ich schnappe mir die Tasche in der Früh wenn ich aus dem Haus gehe und kann alles machen worauf ich Lust habe. Ich kann spontan sein ohne mir viel Gedanken um meinen Diabetes machen zu müssen. Deshalb liebe ich diese Tasche einfach!
A red mySugr monster avatar

Anne Kainz

Anne-Sophie Kainz ist unser Head of Customer Support bei mySugr. Sie ist bereits seit 2014 ein Teil des Customer Support Teams. Sie selbst lebt seit nunmehr über 17 Jahren mit Diabetes. Abgesehen vom Zähmen des Diabetesmonsters und schreiben für unseren Blog (z.B. über 3 Gründe, warum Diabetes ein Ego-Pusher sein kann), findet man sie oft draußen mit ihrem Hund Alfie oder in ihrem Garten beim Ernten von Gemüse. Regnerische Tage verbringt sie am liebsten auf ihrem Sofa mit Netflix während sie sich in Hand Lettering und Kalligraphie übt.