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Alltag mit Diabetes

Achtsamkeit in der Ernährung (Teil 1) – Yoga für Magen und Seele

15.6.2018 von Miriam Stangs

Achtsamkeit in der Ernährung (Teil 1) – Yoga für Magen und Seele

Yoga, Meditation, Tai Chi, Pilates… seit einigen Jahren ist es voll im Trend, sich dem Körper bewusst zu machen und zu “entschleunigen”. Dem entgegen steht im klaren Kontrast die “to go Gesellschaft” mit Latte to go, Franzbrötchen und Brezeln an jeder Bahn Station.

In diesem Artikel geht es zunächst mal darum, was Achtsamkeit in der Ernährung bedeutet. In Teil 2 und Teil 3 findest du weitere Informationen dazu, wie es funktioniert und ein paar hilfreiche Tipps für den Alltag.

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Aus meiner Zeit in Hamburg erinnert, war es doch verwunderlich diesem Bild des fast unbewussten “im Gehen-essens” der Menschen zu beobachten, und im gleichen Bild die Yogamatten aufgerollt im Handgepäck. Achtsamkeit ist derzeit auch so ein Trendwort. Doch wenn man es auch einmal herunter bricht auf die Ernährung, ist es ein schöner Ansatz sich dem leckeren Essen zu widmen und ein bisschen weg von “TO GO” hin zu “TO STAY” (und enjoy). Das Tempo drosseln, anstatt des sonstigen ”Rauschens” durch die Mahlzeiten des Alltags. An dieser Stelle ein wunderbares Zitat von Theresa von Avila, welches wunderbar zum Thema passt:

"Sei freundlich zu deinem Leib, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen"

Wenn du als Kind schon an Diabetes Typ-1 erkrankt bist, haben deine Eltern das Thema Ernährung natürlich besonders betrachtet. Insbesondere das Aufessen wurde im Auge behalten, damit deine vorher berechnete Mahlzeit und die dazu passenden Insulinmenge auch eingehalten wird. Als Teenager dann die große Lust am Essen, ganz getreu der Fast food Generation oder nachts nach dem Clubbesuch noch eine Pommes rot-weiß. Die obligatorische Tüte Chips mit Freunden in der Bahn. Nicht selten war, oder ist es sogar bis heute, genervt vom Fokus aufs Essen. Wenn du Typ-2 Diabetes hast, erlebst du womöglich häufig, dass der Arzt dir bei jedem Termin etwas von Lebensstilveränderung erzählt. Das Thema Ernährung ist vielleicht für dich schon zum nervigen “Eigentlich weiß ich ja wie es geht.” geworden?! Ernährung und Bewegung sind Themen, die dich mit Diabetes täglich betreffen. Natürlich sollte es uns allen wichtig sein, uns dem bewusst zu widmen, denn unser Körper wird es uns danken. Bewusst heißt aber nicht rigide; also nicht allzu streng mit dir sein.

Was für Vorteile hätte achtsames Essen für dich?

  • Es ist ein “nicht-Diät-Ansatz”! Denn Modediäten funktionieren nicht, sie lehren dich nur, Deinem eigenen Körper nicht zu vertrauen. Achtsames Essen heißt eine Ausgewogenheit zu finden und angemessen auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers einzugehen.
  • Es macht keine Angst! Probleme mit dem eigenen Essverhalten ist keine leichte Sache. Achtsames Essen ist ein wertfreier Zugang ohne strenge Regeln, die einem bei Rückschlägen ein schlechtes Gefühl geben würden. Das Tempo bestimmst du!
  • Die Übungen (dazu mehr im nächsten Artikel) sind realistisch und machbar.
  • Es hält an! Wenn du dich mehr und mehr den Übungen öffnest, versorgt es dich mit Werkzeugen, die ein ganzes Leben erhalten bleiben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.
  • Es ist für jede und jeden! Egal ob Mann, Frau, Überesser, Wenigesser, chaotische Esser oder Diätplandurchleber.
  • Es tritt dafür ein, dich und Deinen Körper ganzheitlich zu sehen und anzunehmen! Und als Ergebnis kommt Zufriedenheit und die Motivation gesund mit sich umzugehen.

Aber wie funktioniert Achtsamkeit in der Ernährung denn jetzt eigentlich genau? Mehr dazu im nächsten Artikel! Und in Teil 3 der Serie findest du noch ein paar Tipps für den Alltag, wie du das Ganze umsetzen kannst.

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Miriam Stangs

Miriam ist Diabetesberaterin DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) und qualifizierte Diät- und Ernährungsberaterin VFED (Verband für Ernährung und Diätetik). Bei mySugr ist sie Diabetes-Coach im Homeoffice und umsorgt nebenberuflich Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 in einer Kinderklinik.
Ihre Berufung hatte sie beim Ökotrophologie-Studium mit Schwerpunkt Ernährung an der HAW - Hochschule für Angewandte Wissenschaften im schönen Hamburg gefunden. In einer Praxis für Diabetologie hat sie Diabetes mellitus für sich entdeckt und berät seither Menschen aller Diabetestypen. 
Miriam lebt in ihrer Heimat, dem Bergischen Land, und sucht mit ihrer Hündin Wald- und Wiesen-Monster bei Suchspielen auf Wanderungen.